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Fakultät für Biologie, Chemie und Geowissenschaften

Abteilung Mykologie: Prof. em. Dr. Gerhard Rambold

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Höhen - und Bewirtschaftungsgradient in einem deutschen Mittelgebirge zur Abschätzung von Veränderungen in Waldökosystemen im Klimawandel

FKZ 28W-C-4-122-03 Höhengradient

Von 01/2018 bis 05/2020

Projektleiter: Gerhard Rambold
Mitarbeiter: Daniel Osieko Okach, Janno Harjes

In einer gemeinsamen Studie verglichen Markus Blaschke, Angela Siemonsmeier, Janno Harjes, Daniel O. Okach und Gerhard Rambold zwei Methoden zur Erfassung von Pilzen entlang eines Höhenprofils im Bayerischen Wald: klassische Fruchtkörperinventuren und moderne DNA-Metabarcoding-Analysen aus Bodenproben. Das Ergebnis war eindeutig: Das Metabarcoding offenbarte eine deutlich höhere Pilzvielfalt als die rein visuelle Erhebung. Während Fruchtkörperinventuren vor allem Basidiomyceten erfassten, zeigte die DNA-Analyse ein ausgewogenes Verhältnis von Basidiomyceten und Ascomyceten – darunter auch Arten, die kaum sichtbar oder unterirdisch wachsen. Bemerkenswert war zudem, dass mithilfe der genetischen Methode ein Rückgang der Artenvielfalt mit zunehmender Höhe festgestellt wurde – ein Trend, der in der Fruchtkörperaufnahme nicht erkennbar war. Die Studie unterstreicht damit die Bedeutung molekularer Methoden für ein umfassendes Verständnis versteckter Pilzgemeinschaften.

Publikationsliste dieses Projekts

Blaschke, M; Siemonsmeier, A; Harjes, J; Okach, DO; Rambold, G: Comparison of survey methods for fungi using metabarcoding and fruit body inventories in an altitudinal gradient, Archives of Microbiology (2023), doi:10.1007/s00203-023-03606-9 -- Details
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